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1. Welcher Fall liegt vor?

Was passiertWas zu tun istAbschnitt
Ein Eintrag, den Sie nicht angelegt haben, nutzt Ihren Namen, Ihr Logo oder eine Adresse nahe IhrerLöschen lassen3
Ihr Eintrag zeigt eine fremde Telefonnummer oder WebsiteEintrag korrigieren, betrügerische Änderung melden3 und 4
Jemand anderes ist Inhaber Ihres Eintrags (frühere Agentur, ehemaliger Mitarbeiter, Unbekannte)Inhaberschaft beantragen4
Kunden haben die falsche Nummer angerufen und gezahltKunden zur Anzeige raten, selbst Anzeige erstatten6

Betroffen sind vor allem Notdienste: Schlüsseldienst, Sanitär, Abschleppdienst, Reparaturen. Wer in Eile ist, ruft die erste Nummer an. Im März 2025 hat Google in den USA ein Netzwerk verklagt, dem es vorwirft, in genau diesen Branchen Fake-Einträge angelegt und echte Einträge gekapert zu haben.

2. Erste Schritte

  1. Beweise sichern, bevor Sie melden: den Link zum Eintrag („Teilen“, dann Link kopieren), datierte Screenshots von Name, Telefonnummer, Website und Rezensionen, dazu Nachrichten getäuschter Kunden (Datum, Betrag, was ihnen gesagt wurde). Ein gemeldeter Eintrag kann samt Beweisen verschwinden.
  2. Rufen Sie die falsche Nummer nicht an, um die Betrüger zur Rede zu stellen: Das bringt nichts und warnt sie.
  3. Nachweise bereithalten: Handelsregisterauszug oder Gewerbeanmeldung, offizielle Adresse und Telefonnummer, Markenurkunde (falls vorhanden).
  4. Team informieren: Wer von einem verärgerten Kunden hört, dessen Auftrag Sie nie ausgeführt haben, notiert Namen, Datum und die angerufene Nummer.

3. Fake-Eintrag bei Google melden

  1. In Google Maps öffnen Sie den gefälschten Eintrag, klicken auf „Änderung vorschlagen“, dann „Ort ist geschlossen oder nicht hier“ und wählen den passenden Grund: „Gibt es hier nicht“ für eine erfundene Adresse, „Anstößig, schädlich oder irreführend“ für einen Eintrag, der sich als Ihr Unternehmen ausgibt. Sie müssen in einem Google-Konto angemeldet sein. Gibt Google der Meldung statt, verschwindet der Eintrag aus der Google Suche und aus Maps.
  2. Füllen Sie zusätzlich das Beschwerdeformular aus (auf Englisch „Business Redressal Complaint Form“). Es ist genau für irreführende oder betrügerische Angaben zu Name, Telefonnummer oder Website eines Unternehmens in Google Maps gedacht. Nennen Sie Ihr Unternehmen, den Link zum Eintrag, die Art des Inhalts und eine kurze, sachliche Erklärung: „Dieser Eintrag nutzt unseren Firmennamen [Name, Handelsregisternummer] mit einer Telefonnummer, die nicht uns gehört; Kunden berichten von Rechnungen eines Dritten.“ Google weist darauf hin, dass es kein Handeln garantiert und Sie nicht über den Stand informiert.
  3. Ist Ihre Marke eingetragen, nutzen Sie außerdem Googles Verfahren zur Meldung von Inhalten aus rechtlichen Gründen: Google Maps auswählen, dann den Grund „Marke“. Das darf nur der Markeninhaber oder eine bevollmächtigte Vertretung.
  4. Melden Sie gefälschte Rezensionen auf dem Fake-Eintrag oder auf Ihrem eigenen, jede einzeln über das Menü der Rezension.
  5. Haken Sie schriftlich nach, wenn nichts passiert. Google Maps ist nach dem Digital Services Act (DSA) als „sehr große Online-Plattform“ eingestuft und muss Meldungen rechtswidriger Inhalte bearbeiten und Entscheidungen begründen. Bleibt die Plattform untätig, können Sie sich an das Nutzerportal der Bundesnetzagentur wenden. Unsere Vorlage für einen Löschantrag hilft beim Formulieren.
  6. Verlinkt der Fake-Eintrag auf eine kopierte Website in Ihrem Design, gehen Sie auch dagegen vor: siehe unseren Ratgeber Fake-Website, die Ihr Unternehmen kopiert.

4. Ihr eigener Eintrag wurde geändert oder gekapert

  1. Eine von Dritten vorgeschlagene Änderung (neue Nummer, neue Website, Eintrag als „geschlossen“ markiert): Google benachrichtigt den Inhaber, der 4 Tage Zeit hat, sie anzunehmen oder abzulehnen; danach kann Google sie veröffentlichen. Prüfen Sie Ihre Benachrichtigungen, lehnen Sie die Änderung ab und stellen Sie Ihre Angaben direkt im Profil wieder her.
  2. Prüfen Sie, wer Zugriff hat: Dreipunkt-Menü, „Einstellungen für das Unternehmensprofil“, dann „Personen und Zugriff“. Entfernen Sie Inhaber oder Administratoren, die Sie nicht kennen, und aktivieren Sie die Bestätigung in zwei Schritten für das Google-Konto, das den Eintrag verwaltet.
  3. Sind Sie nicht mehr Inhaber, beantragen Sie die Inhaberschaft: business.google.com/add aufrufen, Name und Adresse eingeben, den Eintrag auswählen, dann „Zugriff anfordern“. Der aktuelle Inhaber hat drei Tage Zeit zu antworten. Antwortet er nicht, können Sie den Eintrag eventuell über die Bestätigungs-E-Mail beanspruchen („Anfrage ansehen“, dann „Bestätigen“). Laut Google ist diese Option nicht immer verfügbar. Wird die Anfrage abgelehnt, können Sie weiter Änderungen vorschlagen und Einspruch versuchen.
  4. Kontaktieren Sie den Support für Google Unternehmensprofile über dessen Hilfe-Center, angemeldet mit dem Konto, das den Eintrag verwalten soll, und mit Ihren Nachweisen. Gibt eine frühere Agentur den Zugang nicht heraus, ist das ein geschäftlicher Streit: Klären Sie ihn mit Ihrer Anwältin oder Ihrem Anwalt.

5. Kunden warnen

  • Auf Ihrer Website, Ihren Social-Media-Kanälen und der Bandansage: „Ein gefälschter Google-Eintrag nutzt unseren Namen. Unsere einzige Nummer ist … Wir verlangen am Telefon nie Vorkasse.“
  • Stellen Sie Ihre offizielle Nummer gut sichtbar auf Angebote, Rechnungen und Firmenfahrzeuge.
  • Wenn Sie Ihren echten Eintrag verwalten, halten Sie ihn vollständig und aktuell: Ein aktiver, bestätigter Eintrag hilft Kunden, den Unterschied zu erkennen.

6. Anzeige erstatten und Hilfe holen

  1. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei, auch über die Onlinewache Ihres Bundeslandes, mit Ihrer Beweismappe und den Aussagen von Kunden. Raten Sie geschädigten Kunden, ebenfalls Anzeige zu erstatten und sofort ihre Bank zu informieren.
  2. Unternehmen können sich an die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) der Polizei ihres Landes wenden.
  3. Getäuschte Kunden finden Rat bei der Verbraucherzentrale.
  4. Überlassen Sie das Gerichtliche einer Anwältin oder einem Anwalt für gewerblichen Rechtsschutz: Abmahnung, Unterlassungsklage, Schadensersatz, Auskunft über die Betreiber. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung.

7. Was das Gesetz sagt

Wer sich als Ihr Unternehmen ausgibt, um Geld zu kassieren, begeht Betrug (§ 263 StGB). Ihr Firmenname ist als Unternehmenskennzeichen nach § 5 und § 15 MarkenG auch ohne Markeneintragung geschützt, eine eingetragene Marke zusätzlich nach § 14 MarkenG. Eine Verwechslungsgefahr mit Ihrem Unternehmen ist zudem eine irreführende geschäftliche Handlung nach § 5 UWG. Für Plattformen gilt der DSA: Sie müssen Meldungen ermöglichen und ihre Entscheidungen begründen. Diese Seite ist eine allgemeine Information, keine Rechtsberatung.

Fake-Einträge und Fake-Accounts mit Ihrem Namen entfernen lassen

Wird Ihr Unternehmen auf Google Maps oder anderswo imitiert, übernimmt unser Markenschutz online die Meldungen: Wir suchen Fake-Einträge, Fake-Accounts und Fake-Websites, stellen Löschanträge mit dem richtigen Grund und Ihren Nachweisen und haken nach. Unser Team und unsere KI-Technologien suchen, sichern Beweise, melden und haken nach, mit beeindruckender Effizienz. Jede Meldung wird vor dem Versand geprüft. Die Entscheidung trifft Google. Für Anzeige und Gerichtsverfahren arbeiten wir mit Ihrer Anwältin oder Ihrem Anwalt zusammen. Siehe Preise und unseren Ratgeber Markenmissbrauch für andere Plattformen.

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Häufige Fragen

Kann Google einen Eintrag mit meinem Firmennamen löschen?
Ja, wenn er gegen die Regeln verstößt: Die Google-Maps-Richtlinien verbieten, sich als eine Organisation auszugeben und Nutzer zu täuschen. Eine genaue Meldung (Link, Beweise, Nachweise) hat bessere Chancen.
Brauche ich ein eigenes Unternehmensprofil, um einen Fake-Eintrag zu melden?
Nein. Jedes Google-Konto kann eine Änderung vorschlagen oder das Beschwerdeformular nutzen. Ein eigenes, bestätigtes Profil hilft Kunden aber, die richtige Nummer zu finden.
Wie lange dauert die Löschung?
Google nennt keine Frist und gibt beim Beschwerdeformular keine Rückmeldung. Dokumentieren Sie jede Meldung und haken Sie mit neuen Belegen nach (Aussagen von Kunden, weitere Einträge desselben Netzwerks).
Eine frühere Agentur ist Inhaber meines Eintrags. Was tun?
Fordern Sie die Übertragung schriftlich an und beantragen Sie parallel die Inhaberschaft bei Google. Verweigert die Agentur sie, ist das ein Fall für Ihre Anwältin oder Ihren Anwalt.
Sind gefälschte Rezensionen dasselbe Problem?
Verwandt, aber getrennt: Jede Rezension wird einzeln gemeldet. Eine Welle falscher Negativbewertungen kann mit einem konkurrierenden Fake-Eintrag einhergehen. Halten Sie alles für die Anzeige fest.

Quellen

  1. Google Unternehmensprofil-Hilfe, „Entfernung eines Unternehmensprofils aus der Google Suche und Google Maps beantragen“
  2. Google Unternehmensprofil-Hilfe, Beschwerdeformular (Business Redressal Complaint Form)
  3. Google Unternehmensprofil-Hilfe, „Inhaberschaft eines Unternehmensprofils beantragen“
  4. Google Unternehmensprofil-Hilfe, Inhaber und Administratoren verwalten
  5. Google Unternehmensprofil-Hilfe, Google-Aktualisierungen im Unternehmensprofil
  6. Google Unternehmensprofil-Hilfe, Verbotene und eingeschränkte Inhalte
  7. Google Rechtliche Hilfe, Inhalte aus rechtlichen Gründen melden
  8. CBS News, Klage von Google gegen Fake-Einträge in Google Maps (19. März 2025)
  9. Europäische Kommission, Benennung sehr großer Online-Plattformen, darunter Google Maps (25. April 2023)
  10. Verordnung (EU) 2022/2065 (Digital Services Act), Art. 16 und 20
  11. Bundesnetzagentur, Nutzerportal Digitale Dienste
  12. § 263 StGB, Betrug
  13. § 15 MarkenG, Ausschließliches Recht des Inhabers einer geschäftlichen Bezeichnung
  14. § 14 MarkenG, Ausschließliches Recht des Inhabers einer Marke
  15. § 5 UWG, Irreführende geschäftliche Handlungen
  16. BMJV, Onlinewachen der Polizei
  17. Polizei, Zentrale Ansprechstellen Cybercrime für Wirtschaftsunternehmen und Behörden