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1. Was ein Alarm kann und was nicht
Ein Alarm ist Beobachtung plus Hinweis. Er sagt Ihnen: „Hier ist etwas Neues aufgetaucht.“ Nachsehen und handeln müssen Sie selbst.
| Ein kostenloser Alarm kann | Ein kostenloser Alarm kann nicht |
|---|---|
| Ihnen eine E-Mail schicken, wenn eine neue, von Google indexierte Seite Ihren Namen oder Nutzernamen enthält | Direktnachrichten, private Accounts, geschlossene Gruppen oder Messenger sehen |
| Sie benachrichtigen, wenn Ihre Kontaktdaten in den Google-Ergebnissen erscheinen (wenn das Tool für Sie verfügbar ist) | Seiten sehen, die Google noch nicht oder nie indexiert |
| Ihnen einen datierten Ausgangspunkt für Ihre Beweise liefern | Ein Fake-Profil finden, das nicht genau Ihren Namen verwendet |
| Ihnen Zeit gegenüber der Suche von Hand sparen | Ihr Gesicht auf einem völlig neuen Bild erkennen, etwa einem Deepfake |
Zwei Grenzen sollten Sie kennen. Erstens erscheinen Fake-Accounts auf Instagram, TikTok oder Facebook nicht immer bei Google, oft nur mit Verzögerung. Zweitens ist ein Deepfake ein neues Bild: Die umgekehrte Bildersuche findet vor allem Kopien Ihrer vorhandenen Fotos, nicht unbedingt eine manipulierte Fassung. Oft sehen Freunde und Follower so etwas zuerst. Bitten Sie sie, Ihnen Bescheid zu geben.
2. Einen Google Alert für Ihren Namen einrichten
Google Alerts schickt Ihnen eine E-Mail, sobald Google neue Suchergebnisse zu Ihrem Thema findet. Der Dienst ist kostenlos, Sie brauchen ein Google-Konto.
- Rufen Sie google.com/alerts auf.
- Geben Sie oben in das Feld ein, was Sie verfolgen möchten (siehe Tabelle unten).
- Klicken Sie auf „Optionen anzeigen“, um festzulegen: wie häufig Sie Benachrichtigungen erhalten, welche Art von Websites angezeigt wird, die Sprache, die Region, wie viele Ergebnisse Sie sehen und an welches Konto die Alerts gehen.
- Klicken Sie auf „Alert erstellen“.
- Wiederholen Sie das für jede Variante: ein Alert pro Suchanfrage ist übersichtlicher.
Einen Alert beenden Sie über das Löschsymbol daneben in Google Alerts oder über den Abmeldelink unten in einer Alert-E-Mail.
Welche Alerts sinnvoll sind. Anführungszeichen verlangen von Google eine exakte Übereinstimmung, ein Minuszeichen schließt ein Wort aus.
| Was Sie verfolgen | Beispiel | Warum |
|---|---|---|
| Ihr vollständiger Name | "Julia Becker" | Die Grundlage |
| Name umgedreht | "Becker Julia" | Verzeichnisse, Listen, schlampig angelegte Fake-Profile |
| Name + heikles Wort | "Julia Becker" deepfake, "Julia Becker" nackt, "Julia Becker" fake | Die schwersten Fälle früh sehen |
| Jeder Nutzername | "julia.becker.official" | Fake-Accounts kopieren den Namen oft mit einem zusätzlichen Punkt oder Strich |
| Variante des Nutzernamens | "juliabecker_official" | Aus demselben Grund |
| Marken- oder Praxisname | "Praxis Becker" | Fake-Websites, falsche Einträge, falsche Angebote |
| Störender Namensvetter | "Julia Becker" -tennis | Einen Namensvetter ausblenden, der die Ergebnisse überflutet |
Wählen Sie eine Häufigkeit, die Sie auch wirklich lesen, und lassen Sie sich am Anfang alle Ergebnisse statt nur einer Auswahl schicken. Ist Ihr Name sehr häufig, ergänzen Sie Ihre Stadt oder Ihren Beruf.
3. „Suchergebnisse über dich“: ein Alarm, wenn Ihre Kontaktdaten auftauchen
Google bietet in Ihrem Konto das Tool „Suchergebnisse über dich“ (englisch: Results about you). Es prüft, ob Ihre Telefonnummer, Ihre Wohnadresse oder Ihre E-Mail-Adresse in den Suchergebnissen erscheinen, und Sie können die Entfernung dieser Ergebnisse beantragen.
- Öffnen Sie myactivity.google.com/results-about-you oder tippen Sie in der Google App auf Ihr Profilbild und dann auf „Suchergebnisse über dich“.
- Geben Sie Ihren Namen und die Kontaktdaten ein, die überwacht werden sollen. Möglich sind auch ein Spitzname, ein Geburtsname sowie mehrere Nummern, Adressen oder E-Mail-Adressen.
- Richten Sie im Schritt zu den Benachrichtigungen E-Mail- oder Google-App-Benachrichtigungen ein. Laut Google erhalten Sie dann eine Benachrichtigung, wenn neue Ergebnisse mit Ihren Daten gefunden werden.
Gut zu wissen. Google schreibt, dass einige Funktionen derzeit in bestimmten Märkten für Nutzer ab 18 Jahren eingeführt werden. Öffnen Sie den Link: Dann sehen Sie, ob das Tool für Ihr Konto angeboten wird. Im Februar 2026 hat Google angekündigt, auch Ausweisnummern (Führerschein, Reisepass, US-Sozialversicherungsnummer) aufzunehmen, zunächst in den USA. Das Tool überwacht Ihre Kontaktdaten, nicht Ihre Fotos. Wird ein Ergebnis aus Google entfernt, bleibt die Seite auf der ursprünglichen Website bestehen. Mehr dazu: Google-Suchergebnis löschen lassen.
4. Ihre Fotos und Ihr Gesicht: jede Woche eine Bildersuche
Kein kostenloser Alarm sucht Ihre Fotos für Sie. Was funktioniert, ist Handarbeit, aber regelmäßig.
- Wählen Sie 3 bis 5 Referenzfotos: Ihr aktuelles Profilbild, das Foto auf Ihrer Website, ein oft geteiltes Bild. Legen Sie sie in einem Ordner ab.
- Google Lens: Klicken Sie auf google.com auf das Symbol für die Suche per Bild und laden Sie die Datei hoch. In Chrome bietet ein Rechtsklick auf ein Bild die Suche mit Google Lens an.
- Bing: Klicken Sie im Bereich Bilder auf das Kamerasymbol und laden Sie das Foto hoch oder fügen Sie seine URL ein. Bing zeigt Websites mit demselben Bild und ähnliche Bilder.
- Notieren Sie, was neu ist im Vergleich zur Vorwoche.
Bleiben Sie realistisch: Die Bildersuche findet vor allem Ihre Fotos, die unverändert oder leicht bearbeitet wiederverwendet werden. Ein Fake-Profil findet sie nicht zuverlässig, einen Deepfake erst recht nicht. Unser Ratgeber Fotos geklaut: was tun stellt weitere Werkzeuge und Ihre Möglichkeiten vor.
5. Alarmfunktionen der Plattformen
Einige Plattformen haben eigene Werkzeuge. Sie sind begrenzt und nur für bestimmte Personen zugänglich.
- YouTube, Erkennung von Ähnlichkeiten (likeness detection): Für volljährige Kanalinhaber oder -verwalter listet YouTube Studio nach einer Identitätsprüfung (Ausweis und kurzes Selfie-Video) YouTube-Videos auf, in denen Ihr Gesicht verändert oder KI-generiert zu sein scheint. YouTube nennt die Funktion experimentell, sie ist nicht in allen Ländern verfügbar und betrifft nur YouTube. Danach entscheiden Sie, ob Sie die Entfernung beantragen.
- Meta Verified: Das kostenpflichtige Abo von Meta wirbt mit Schutz vor Identitätsmissbrauch, einschließlich einer Überwachung von Accounts, die sich als Sie ausgeben. Einen Alarm an Abonnenten beschreibt Meta nicht.
- StopNCII ist kein Alarm. Es hilft zu verhindern, dass ein intimes Bild auf Partnerplattformen geteilt wird. Es benachrichtigt Sie über nichts.
6. Die Routine: zehn Minuten pro Woche
Legen Sie einen festen Tag fest und stellen Sie eine Erinnerung.
| Minuten | Was | Wo |
|---|---|---|
| 2 | Die Google-Alerts-E-Mails der Woche lesen, Neues öffnen | Ihr Postfach |
| 1 | Prüfen, ob „Suchergebnisse über dich“ ein neues Ergebnis zeigt | myactivity.google.com/results-about-you |
| 3 | Bildersuche für 2 Referenzfotos | Google Lens, Bing |
| 3 | Name und Nutzernamen in der Suche von Instagram, TikTok, Facebook und LinkedIn eingeben | Jedes Netzwerk |
| 1 | Notieren, was Sie gefunden haben, mit Datum | Eine einfache Tabelle |
Einmal im Monat suchen Sie Ihren Namen zusätzlich bei Google im Bereich Bilder. Nach einem Vorfall prüfen Sie einen Monat lang zweimal pro Woche: Fake-Accounts kommen manchmal unter neuem Namen zurück.
7. Wenn der Alarm anschlägt: was tun
- Klicken Sie keine verdächtigen Links an, die man Ihnen schickt, und nehmen Sie keinen Kontakt zur Person dahinter auf.
- Sichern Sie Beweise vor jeder Meldung: vollständige URL, datierte Screenshots, genauer Nutzername. Unsere Checkliste: Beweise sichern vor der Meldung.
- Melden Sie mit dem richtigen Grund, je nachdem, was Sie gefunden haben:
| Was der Alarm zeigt | Unser Ratgeber |
|---|---|
| Ein Fake-Profil in Ihrem Namen | Fake-Profil: was tun |
| Ein manipuliertes Bild oder Video von Ihnen | Deepfake: was tun |
| Ein Fake-Account, der Ihre Follower anschreibt | Follower warnen |
| Ihre Kontaktdaten veröffentlicht | Google-Suchergebnis löschen lassen |
Die Regeln der Plattformen verbieten Identitätsmissbrauch, deshalb genügt oft eine gut gemachte Meldung. Auf EU-Ebene verpflichtet der Digital Services Act (Art. 16) Hosting-Dienste, rechtswidrige Inhalte melden zu lassen, und Ihr Name und Ihr Bild sind personenbezogene Daten, deren Löschung Sie nach Art. 17 DSGVO verlangen können. Diese Seite ist eine allgemeine Information, keine Rechtsberatung.
Was wir für Sie übernehmen
Ein Alarm warnt Sie, er löscht nichts. Der Online-Schutzschild macht beides: Beobachtung mit Alarm und danach Handeln. Jeden Tag eine automatisierte Prüfung. Jede Woche ein umfassender Check-up Ihrer Online-Präsenz. Sobald wir etwas finden, handeln wir. Unser Team und unsere KI-Technologien suchen, sichern Beweise, melden und haken nach, mit beeindruckender Effizienz. Jede Meldung wird vor dem Versand geprüft. Wir sehen, was öffentlich ist, genau wie Sie: keine Direktnachrichten. Für Menschen, die stark in der Öffentlichkeit stehen, ergänzt der Verstärkte Schutzschild die Priorität. Ist schon etwas online, kümmern sich unsere Services Fake-Profil löschen lassen und Deepfake löschen lassen darum. Creator, Gesundheitsberufe, Expertinnen und Experten: Unsere Seite Für Profis erklärt, wie wir Menschen begleiten, die in der Öffentlichkeit stehen. Ein Ergebnis wird nicht garantiert: Die endgültige Entscheidung trifft die Plattform. Festpreis, Erstattung, wenn keine Maßnahme möglich ist: siehe Preise. Ihre privaten Inhalte sind gerade geleakt oder ein Fake-Account betrügt Ihr Umfeld? Siehe unseren Notfall-Einsatz.
Ist eine minderjährige Person betroffen oder in Gefahr, wählen Sie im Notfall die 112. Kostenlose Beratung für Kinder und Jugendliche: die Nummer gegen Kummer (116 111) in Deutschland, Rat auf Draht (147) in Österreich, die 147 von Pro Juventute in der Schweiz.
Geprüft von Léo, Gründer von SOS Deepfake.
Preise ansehenHäufige Fragen
Gibt es einen kostenlosen Alarm, der mein Gesicht auf allen Websites sucht?
Muss ich für einen Alarmdienst bezahlen?
Mein Alarm findet nichts. Bin ich auf der sicheren Seite?
Quellen
- Google-Hilfe, Alerts erstellen
- Google-Hilfe, Websuche verfeinern (Anführungszeichen, Minuszeichen)
- Google-Hilfe, Suchergebnisse über dich
- Google Blog, 10. Februar 2026, Ausweisnummern in „Results about you“
- Google-Hilfe, Mit einem Bild suchen
- Microsoft, „Using Bing Visual Search“
- YouTube-Hilfe, Erkennung von Ähnlichkeiten
- Meta Verified und Ankündigung vom Februar 2023 — https://about.fb.com/news/2023/02/testing-meta-verified-to-help-creators/
- StopNCII.org, FAQ
- Verordnung (EU) 2022/2065 (DSA) und Verordnung (EU) 2016/679 (DSGVO)
- Nummer gegen Kummer, Kinder- und Jugendtelefon 116 111
- Rat auf Draht, 147 (Österreich)
- Pro Juventute, 147 (Schweiz)