Follower vor Fake-Account warnen. In 4 Schritten: 1. Jetzt warnen. Nicht auf die Löschung warten: Der Betrug beginnt in der ersten Stunde. 2. Name, kein Link. Den Namen ohne „@“ schreiben, nie als anklickbaren Link. 3. Regeln nennen. Sagen Sie, worum Sie nie bitten: Geld, Codes, Zahlung per Nachricht. 4. Überall posten. Story, angehefteter Beitrag, Bio, Newsletter, Website, Anrufbeantworter.Follower vor Fake-Account warnen. In 4 Schritten: 1. Jetzt warnen. Nicht auf die Löschung warten: Der Betrug beginnt in der ersten Stunde. 2. Name, kein Link. Den Namen ohne „@“ schreiben, nie als anklickbaren Link. 3. Regeln nennen. Sagen Sie, worum Sie nie bitten: Geld, Codes, Zahlung per Nachricht. 4. Überall posten. Story, angehefteter Beitrag, Bio, Newsletter, Website, Anrufbeantworter.Follower vor Fake-Account warnen. In 4 Schritten: 1. Jetzt warnen. Nicht auf die Löschung warten: Der Betrug beginnt in der ersten Stunde. 2. Name, kein Link. Den Namen ohne „@“ schreiben, nie als anklickbaren Link. 3. Regeln nennen. Sagen Sie, worum Sie nie bitten: Geld, Codes, Zahlung per Nachricht. 4. Überall posten. Story, angehefteter Beitrag, Bio, Newsletter, Website, Anrufbeantworter.
Auf dieser Seite

1. Wann warnen: jetzt, parallel zur Meldung

Drei Dinge laufen gleichzeitig, in dieser Reihenfolge:

  1. Beweise sichern: genauer @Name des Fake-Accounts, vollständige Profil-URL, datierte Screenshots von Profil und Nachrichten. Unsere Checkliste: Beweise sichern vor der Meldung.
  2. Den Fake-Account melden, mit dem Grund Identitätsbetrug bzw. „gibt sich als jemand anderes aus“ (Abschnitt 7).
  3. Ihr Publikum warnen, ohne auf die Antwort der Plattform zu warten.

Hat der Fake-Account Followern schon Geld abgenommen, lesen Sie auch Fake-Account betrügt Ihre Follower: Was tun?. Dort geht es um die Reaktion auf den Betrug selbst.

2. Wo warnen: der richtige Kanal für jedes Publikum

KanalWen Sie erreichenVorlage
Story oder StatusFollower, die Sie täglich sehen1
Angehefteter Beitrag oben im Profil (auf LinkedIn: Bereich „Im Fokus“)Alle, die auf Ihrem Profil landen, auch über den Fake2
Profil-BioWer zwei Accounts vergleicht3
Antwort per DirektnachrichtFollower, die fragen: „Bist du das?“4
Angehefteter Kommentar unter Ihren letzten BeiträgenKommentierende, beliebtes Ziel von Fake-Accounts5
Persönliche NachrichtMenschen, die schon gezahlt haben6
E-Mail, Newsletter, Banner auf der WebsiteKundschaft eines Unternehmens oder einer Praxis7
Beitrag im Google-Unternehmensprofil (Typ „Aktuelles“)Wer Ihr Unternehmen bei Google sucht7, Kurzfassung
Aushang am Empfang oder im WartezimmerPatientinnen und Patienten, Laufkundschaft8
Ansage auf dem Anrufbeantworter oder der MailboxWer anruft, um nachzufragen9
Englische FassungInternationales Publikum10

Google gibt an, dass Beiträge im Unternehmensprofil (Aktuelles, Angebot, Veranstaltung) in der Google-Suche und in Maps erscheinen und dass Beiträge, die älter als sechs Monate sind, archiviert werden, sofern kein Zeitraum festgelegt ist.

3. Fünf Regeln für eine gute Warnung

  1. Kurz und ruhig: Man soll Ihnen glauben, nicht in Panik geraten.
  2. Der genaue Name des Fake-Accounts, ohne anklickbaren Link: Schreiben Sie den Namen ohne „@“ (in den meisten Netzwerken erzeugt das „@“ einen Link zum Account) oder zeigen Sie einen Screenshot mit verpixeltem Profilbild.
  3. Worum Sie nie per Direktnachricht bitten: Geld, Gutscheinkarten, Krypto, per SMS erhaltene Codes, Bankdaten, Gesundheitsdaten.
  4. Wo man nachprüfen kann: eine einzige Stelle mit allen offiziellen Kontakten, meist Ihre Website.
  5. Was zu tun ist: nicht antworten, nichts zahlen, melden, blockieren.

4. Die Vorlagen zum Kopieren

Ersetzen Sie die eckigen Klammern. Bleiben Sie bei Ihrem gewohnten Ton, ob Sie Ihre Community duzen oder siezen: Ihre Follower sollen Sie wiedererkennen.

Vorlage 1 — Story (eine Zeile)

Vorlage 2 — Angehefteter Beitrag

Vorlage 3 — Profil-Bio

Vorlage 4 — Antwort auf „Bist du das?“

Vorlage 5 — Angehefteter Kommentar

Vorlage 6 — An Menschen, die schon gezahlt haben

Diese Nachricht verspricht keine Erstattung und ist keine Rechtsberatung: Sie verweist an die Stellen, die handeln können.

Vorlage 7 — E-Mail oder Newsletter an die Kundschaft eines Unternehmens

Kurzfassung für einen Beitrag „Aktuelles“ im Google-Unternehmensprofil oder ein Website-Banner: „Ein Fake-Account auf [Plattform] nutzt unseren Namen. Unsere einzigen offiziellen Kontakte stehen auf dieser Seite. Wir verlangen nie Zahlungen per Direktnachricht.“

Vorlage 8 — Aushang für Empfang oder Wartezimmer einer Praxis

Schweigepflicht: Der Aushang nennt keine Patientin, keinen Patienten, keinen Einzelfall und keine Zahl von Betroffenen. Meldet sich jemand, der angeschrieben wurde oder gezahlt hat, antworten Sie persönlich und veröffentlichen Sie nie einen Screenshot dieses Austauschs.

Vorlage 9 — Anrufbeantworter oder Mailbox

Vorlage 10 — Englische Fassung für ein internationales Publikum

5. Was Sie lassen sollten

  • Einen anklickbaren Link zum Fake-Account posten: Sie schicken ihm Besucher. Der ausgeschriebene Name oder ein verpixelter Screenshot genügt. Wer melden will, bekommt den Link privat.
  • Die Person dahinter beleidigen oder bedrohen, öffentlich wie privat: Das schließt den Account nicht und kann auf Sie zurückfallen.
  • Betroffenen eine Erstattung versprechen: Das ist nicht Ihre Aufgabe, und ein öffentliches Versprechen lockt weitere Betrüger an, die sich als „Erstattungsservice“ ausgeben.
  • Daten von Betroffenen teilen: keine Namen, Beträge, Chat-Screenshots oder Kontaktdaten, auch nicht, um den Betrug zu „beweisen“.
  • Follower auffordern, den Fake-Account mit Kommentaren zu überziehen: Eine Meldung genügt.
  • Einen Ausweis an angeblichen „Support“ schicken: nur über das offizielle Formular der Plattform.

6. Follower melden lassen und die Wirkung verfolgen

Bitten Sie Ihr Publikum zu melden, aber Ihre eigene Meldung zählt zuerst. Das sagen die offiziellen Seiten:

PlattformWas die Hilfeseiten sagen
InstagramLaut Meldeformular kann Instagram nur auf Meldungen der nachgeahmten Person oder ihrer bevollmächtigten Vertretung (Eltern, Vormund) reagieren: Ihre eigene Meldung ist unverzichtbar.
FacebookDas Hilfe-Center beschreibt das Vorgehen für die nachgeahmte Person (im Profil „Melden“) und rät, Freunde nach dem Link zum Fake-Profil zu fragen. Zum Gewicht von Meldungen Dritter steht dort nichts.
XLaut X kann jeder, der glaubt, dass ein Account die Identität eines anderen missbraucht, ihn als Unbeteiligter direkt im Profil melden.
YouTubeLaut YouTube können Sie einen Kanal melden, wenn Sie glauben, dass Ihr Kanal oder der eines anderen Creators nachgeahmt wird.
TikTokDie Community-Richtlinien verbieten Accounts, die sich ohne Kennzeichnung als reale Person ausgeben. Melden Sie auch selbst, zusätzlich zu Ihren Followern.
LinkedInMitglieder können ein Profil über das Menü „Mehr“ melden. Melden Sie auch selbst, zusätzlich zu Ihren Followern.

Um die Wirkung zu verfolgen, führen Sie eine einfache Liste: Datum, Plattform, Name des Fake-Accounts, Referenzen Ihrer Meldungen, erhaltene Antworten, Zahl der „Bist du das?“-Nachrichten. Notieren Sie keine unnötigen Daten von Betroffenen. Ist der Account weg, aktualisieren Sie den angehefteten Beitrag („Der Fake-Account wurde gelöscht, bleibt aufmerksam“) und lassen Sie die Zeile in der Bio noch einige Wochen stehen: Fake-Accounts tauchen manchmal unter neuem Namen wieder auf.

7. Den Fake-Account löschen lassen

Warnen ersetzt nicht das Melden. Unsere Ratgeber nach Plattform: Instagram Fake-Account melden, TikTok Fake-Account melden, Facebook Fake-Account melden, Fake-Profil auf LinkedIn, X (Twitter) Fake-Account melden. Wirbt eine Anzeige mit Ihrem Gesicht: Fake-Werbung mit meinem Gesicht. Geht es um Namen oder Logo Ihres Unternehmens: Markenmissbrauch.

8. Was das Recht sagt

Die Regeln der Plattformen verbieten Identitätsbetrug, deshalb wirkt eine gut gemachte Meldung oft ohne Gericht. In Deutschland gibt es keinen eigenen Straftatbestand für Fake-Accounts. Wer über einen Fake-Account durch Täuschung Geld erlangt, kann sich jedoch wegen Betrugs strafbar machen (§ 263 StGB). Anzeige erstatten Sie bei der Polizei oder online über die Onlinewache Ihres Bundeslandes. Diese Seite ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung: Für Ihren Fall wenden Sie sich an eine Anwältin oder einen Anwalt.

Was wir für Sie übernehmen

Während Sie Ihr Publikum warnen, kann unser Service Fake-Profil löschen lassen den Rest übernehmen: Wir suchen Fake-Accounts mit Ihrem Namen, melden sie mit dem richtigen Grund und den verlangten Nachweisen und fassen nach, bis die Plattform antwortet. Für Unternehmen, deren Name oder Logo kopiert wird, siehe auch Markenschutz online. Creator, Gesundheitsberufe, Expertinnen und Experten: Unsere Seite Für Profis erklärt, wie wir Menschen begleiten, die in der Öffentlichkeit stehen. Danach übernimmt der Online-Schutzschild. Jeden Tag eine automatisierte Prüfung. Jede Woche ein umfassender Check-up Ihrer Online-Präsenz. Sobald wir etwas finden, handeln wir. Unser Team und unsere KI-Technologien suchen, sichern Beweise, melden und haken nach, mit beeindruckender Effizienz. Jede Meldung wird vor dem Versand geprüft. Wir können weder das Geld der Betroffenen zurückholen noch die Person hinter dem Account identifizieren, und ein Ergebnis wird nicht garantiert: Die endgültige Entscheidung trifft die Plattform. Festpreis, Erstattung, wenn keine Maßnahme möglich ist: siehe Preise. Ihre privaten Inhalte sind gerade geleakt oder ein Fake-Account betrügt Ihr Umfeld? Siehe unseren Notfall-Einsatz.

Ist eine minderjährige Person betroffen oder in Gefahr, wählen Sie im Notfall die 112. Kostenlose Beratung für Kinder und Jugendliche: die Nummer gegen Kummer (116 111) in Deutschland, Rat auf Draht (147) in Österreich, die 147 von Pro Juventute in der Schweiz.

Geprüft von Léo, Gründer von SOS Deepfake.

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Häufige Fragen

Wie lange soll die Warnung online bleiben?
Solange der Fake-Account existiert und noch einige Wochen nach der Löschung, mindestens die Zeile in der Bio.
Follower haben dem Betrüger Geld gezahlt. Muss ich das erstatten?
Sie haben niemanden betrogen. Verweisen Sie die Betroffenen an ihre Bank, die Polizei und die offizielle Meldestelle ihres Landes (Vorlage 6), ohne etwas zu versprechen. Für Ihre konkrete Situation berät Sie eine Anwältin oder ein Anwalt.

Quellen

  1. Instagram, Formular für Identitätsbetrug
  2. Instagram, „Ein Konto melden, das sich als mich ausgibt“
  3. Facebook, Hilfe-Center: Konto melden, das sich als Sie ausgibt
  4. X Hilfe-Center, Identitätsbetrugs-Accounts melden (Meldung durch Unbeteiligte)
  5. YouTube, Richtlinie zu Identitätsdiebstahl
  6. TikTok, Community-Richtlinien (Integrität und Authentizität)
  7. Google Unternehmensprofil-Hilfe, Beiträge erstellen
  8. § 263 StGB
  9. BMJV, hilfe-info.de: Onlinewachen der Länder
  10. NEDIK, cybercrimepolice.ch
  11. Nummer gegen Kummer, Kinder- und Jugendtelefon 116 111
  12. Rat auf Draht, 147 (Österreich)
  13. Pro Juventute, 147 (Schweiz)